28.03.2026

Gründung der Generation Deutschland Hessen in Fulda

Am 28. März 2026 fand im Bürgerhaus des Fuldaer Stadtteils Johannesberg die Gründung des hessischen Landesverbandes der AfD-Jugendorganisation Generation Deutschland (GD) statt. Daran nahmen etwa 50 stimmberechtigte Mitglieder der GD sowie rund 30 weitere Personen teil. Vier Monate nach der Gründung der GD auf Bundesebene zog somit auch Hessen als einer der letzten Landesverbände nach. Die Gründe dafür dürften sowohl in der Kommunalwahl als auch in Konflikten im Kreisverband Offenbach liegen, die die hessische AfD lange beschäftigten.

Zu den nicht stimmberechtigten Teilnehmenden der Gründungsveranstaltung gehörten die Vorsitzenden der AfD Hessen, Robert Lambrou aus Wiesbaden und Andres Lichert aus Bad Nauheim, sowie mehrere Abgeordnete der hessischen AfD aus Land- und Bundestag. Eine koordinierende Rolle vor Ort hatte die Europaabgeordnete Christine Anderson aus Fulda inne.

Zu den überregional angereisten Personen zählten der Bundesvorsitzende der GD, Jean-Pascal Hohm, sowie Jan Richard Behr und Benjamin Steiner von der GD in Rheinland-Pfalz. Die Landesvorsitzende der GD in Thüringen, Carolin Lichtenheld, nahm ebenfalls an dem Gründungstreffen in Fulda teil.

Zum Vorsitzenden der hessischen GD wählten die stimmberechtigten Mitglieder Nafiur Rahman mit 94 Prozent der Stimmen. Rahman stammt aus Bad Vilbel im Wetteraukreis, ist Beisitzer im Bundesvorstand der GD und arbeitet für den Fuldarer Bundestagsabgeordneten Pierre Lamely. Lamely war bei der Gründungsveranstaltung auch vor Ort.

Bei der Wahl zum stellvertretenden Landesvorsitz kam es zu einer Kampfkandidatur zwischen dem Wunschkandidaten der Landes-AfD, dem Landtagsabgeordneten Pascal Schleich, und dem ehemaligen stellvertretenden Vorsitzenden der hessischen Jungen Alternative (JA), Dominik Asch aus Hanau. Wegen seiner offenen Kontakte in die extreme Rechte wurde Asch 2024 an der Spitze der JA abgelöst. Am Ende konnte sich Schleich in der Wahl gegen Asch mit 29 zu 22 Stimmen nur knapp durchsetzen.

Begleitet wurde die Veranstaltung von Protesten: Das Bündnis Fulda stellt sich quer rief zu einem »Fest der Demokratie« auf, das auf der Zufahrtsstraße zum Bürgerhaus stattfand. Zuvor war bereits eine Demonstration von einem Parkplatz am Rande Fuldas nach Johannesberg gezogen. An den Versammlungen beteiligten sich in der Spitze etwa 1.000 Personen.