04.04.2026

»Friedensdemo« der Corona-Rechten in Frankfurt

Am 4. April 2026 fand in Frankfurt eine »Friedensdemonstration« der rechten Verschwörungsszene statt. In der Spitze beteiligten sich an dem Zug durch die Innenstadt über 400 Personen.

Der Auftakt der Veranstaltung war um 13 Uhr auf dem Römerberg. Es wurden Infostände aufgebaut und Reden gehalten, die sich mit der Corona-Pandemie (und deren Aufarbeitung) sowie mit der Thematik um Krieg und Wehrdienst befassten.

Als RednerInnen traten unter anderem Diether Dehm und Colette Rink auf. Dehm ist ehemaliger Politiker der Partei Die Linke, Rink sitzt in einer gemeinsamen Fraktion aus Alternative für Deutschland und Bürger für Aschersleben (AfD/Bafa) im Stadtrat von Aschersleben (Sachsen-Anhalt). In ihrer Rede bediente sie mit falschen Zahlen den deutschen Opfermythos des Bombenangriffs auf Dresden am 13. Februar 1945. Sie sprach von 200.000 Opfern, während seriöse Historiker*innen von knapp 24.000 Toten des Bombenangriffs ausgehen.

Dieter Dehm warf in seiner Rede den im Bundestag vertretenen Parteien vor, faschistisch zu sein – und nahm davon die AfD aus, die er als »gemäßigt« bezeichnete.

Unter den Teilnehmenden befand sich das übliche Spektrum der rechten Verschwörungsszene, darunter ReichsbürgerInnen und extreme Rechte, wie zum Beispiel Marika Hartmann von Rhein-Main-steht-auf, die regelmäßig auf neonazistischen Demonstrationen in Erscheinung tritt.

Unter den Teilnehmenden der Kundgebung am Römer war auch Karl-Heinz Peil von der Friedens- und Zukunftswerkstatt Frankfurt, der mit Flugblättern für den »Ostermarsch« der Friedensbewegung am Ostermontag in Frankfurt warb. Peil ist eine zentrale Figur der Friedensbewegung in Frankfurt und bekennt sich seit 2024 zum Bündnis mit der rechten Verschwörungsszene.

Gegenprotest fanden nicht statt.