Am 21. Januar 2026 fand der Neujahrsempfang des Kreisverbands der Alternative für Deutschland (AfD) Darmstadt statt. Die Partei mietete hierfür den städtischen Ernst-Ludwig-Saal im Darmstädter Stadtteil Eberstadt. An der Veranstaltung nahmen etwa 80 Personen teil.
Hauptredner des Abends war der rheinland-pfälzische Landtagsabgeordnete Joachim Paul aus Koblenz. Paul ist Alter Herr der völkischen Burschenschaft Alte Breslauer Burschenschaft der Raczeks zu Bonn und wurde im Jahr 2025 vom zuständigen Wahlausschuss nicht als Kandidat zur Oberbürgermeisterwahl in Ludwigshafen zugelassen, da erhebliche Zweifel an seiner »Verfassungstreue« bestanden. Die AfD nutzt diesen Vorfall seitdem, um den Mythos einer »gestohlenen Wahl« zu verbreiten.
Weitere Redner waren Nafiur Rahman, Beisitzer im Bundesvorstand der AfD-Jugendorganisation Generation Deutschland (GD), der Bundestagsabgeordnete Jan Nolte aus Frankenberg sowie Günter Zabel, Spitzenkandidat der AfD Darmstadt zur Kommunalwahl. Moderiert wurde die Veranstaltung von Anja Swars und Christopher Groß, den Vorsitzenden der AfD Darmstadt.
Zu den BesucherIinnen des Neujahrsempfangs gehörten unter anderem der Vorsitzende der AfD Hessen, Robert Lambrou aus Wiesbaden, sowie der Landtagsabgeordnete Karsten Bletzer aus dem Odenwald. Auch Christoph Barth, der Kopf der rechten Klartext-Bürgerzeitung, nahm an der Veranstaltung teil.
Das Bündnis gegen Rechts Darmstadt hatte zu einer Gegendemonstration aufgerufen, an der etwa 500 Personen teilnahmen. Zwischenzeitlich versuchte eine Gruppe von rund 50 Antifaschist*innen, die Zugangswege zum Veranstaltungsort der AfD zu blockieren, was jedoch misslang.