Vom 12. Juni bis 15. Juni 2025 fand der diesjährige »Burschentag« des Dachverbandes Deutsche Burschenschaft (DB) in Eisenach statt. Der »Burschentag« ist das höchste beschlussfassende Gremium der DB und zugleich Vernetzungsplattform von unterschiedlichen extrem rechten Milieus – vom völkischen Neonazismus bis hin zu Rechtskonservativen. Es nahmen ca. 300 Personen daran teil.
Den Vorsitz des »Burschentags« hatte die Freiburger Burschenschaft Saxo-Silesia inne. Am Freitag, den 13. Juni, begann der Vormittag mit den Verhandlungen zum »Burschentag«. Auf der Gremiensitzung wurde die Wiederaufnahme der Burschenschaft Redaria-Allemannia Rostock in die DBbeschlossen.
Am späten Nachmittag um 18 Uhr fand am »Burschenschaftsdenkmal« in Eisenach der »Festakt« statt, bei dem der rheinland-pfälzische AfD-Landtagsabgeordnete Joachim Paul aus Koblenz eine Rede hielt. Diese war geprägt von geschichtsrevisionistischen Narrativen. Paul ist in der Alte Breslauer Burschenschaft der Raczeks zu Bonn korporiert.
Die Veranstaltung endete mit einem Fackelzug vom Marktplatz Eisenachs zum Denkmal mit abschließenden »Totengedenken«. Zum ersten Mal seit Jahren durfte die DB von der Innenstadt aus starten. Am Rande verteilten Lokalpolitiker von der Neonazipartei Die Heimat Flyer an die Korporierten. Weitere Neonazis begleiteten den Fackelzug.
An einer Gegendemonstration beteiligten sich rund 100 Personen.